Kinderatelier

UTOPIA beim Bürgerfest Kleinzschocher

Beim diesjährigen Bürgerfest Kleinzschocher an einem kalten und windigen Samstag im Juni ließen sich die Kinder nicht abhalten, Ihr UTOPIA zu bauen - mit einem Park-Cafe über einem Fluss, einem verrückten Hochhaus und viel Platz zum Erholen. Doch ganz so utopisch sah dann alles doch nicht aus. Vielleicht kann in Kleinzschocher ja zumindest einiges realisiert werden? Zu wünschen wäre jedenfalls ein schönes Cafe zum Entspannen und Erholen für alle Leute aus nah und fern - am besten auf dem Areal des brach liegenden Rittergutes, wo eines Tages wieder Leben einziehen wird?









Goldrausch – ein Projekt mit der Oberschule am Adler

Gold fasziniert die Menschen schon seit tausenden von Jahren. Erst zur Verehrung von Göttern, dann als Grabbeilage und Schmuck verwendet, wurde Gold vor über 2600 Jahren zum Zahlungsmittel. Goldbarren füllen auch heute noch zahlreiche Banken und dienen der finanziellen Absicherung von Privatpersonen, Firmen und ganzen Staaten.
Was macht Gold aber so besonders, warum wurden wegen Goldfunden ganze Landstiche verwüstet, wo wird Gold überall verwendet und warum spricht man eigentlich vom Goldrausch?
All diesen Fragen wurde anhand von Vorträgen, Exkursionen zum Museum für Galvanotechnik und zu den Restauratoren des Museums für Völkerkunde sowie durch die Anfertigung eigener goldfarbiger Figuren nachgegangen.
Allen Beteiligten sei an dieser Stelle herzlich zu danken, dass sie diese Projekttage vielfältig bereichert haben und einige bemerkenswerte Ergebnisse zu Tage traten.
Einen kleinen Eindruck kann man sich nun hier anhand der Fotos verschaffen:

Seit unserem Experiment mit Sprühgold findet man nun auf dem Pausenhof zahlreiche kleine Goldnuggets … 

… und zugleich entstanden bizarre Mondlandschaften auf Karton ...

… während auf der Heizung im Klassenraum der Ton trocknete …

und anschließend bemalt wurde.
Gleich zwei Exkursionen an den Folgetagen machten uns mit Techniken des Vergoldens vertraut. Zuerst besuchten wir das Museum für Galvanotechnik, wo uns die Mitarbeiter erklärten, dass das Gold beim Galvanisieren so dünn ist, dass mehrere Untergründe notwendig sind. So mussten die uns vorgeführten Münzen zum Beispiel zuerst in ein Nickelbad, bevor sie durch eine elektrolytische Reaktion mit Gold überzogen werden konnten. Galvanisiertes Gold findet sich übrigens auch in jedem Handy, um besondere Stellen vor dem Verrosten zu schützen.

Das Nickelbad
Das Goldbad
Das Ergebnis
Und am schönsten war, dass sogar jeder eine Münze mit nach Hause nehmen konnte : )

Die zweite Exkursion führte uns ins Museum für Völkerkunde im Grassi. Hier empfing uns ebenfalls die Chefin der Restauartorenwerkstatt persönlich mit ihren Mitarbeiterinnen. Vergoldungstechniken wurden uns unmittelbar an Museumsexponaten und Musterstücken erklärt und vorgeführt. Etwas dicker als Elektrolysevergoldung ist Blattgold. Mit einer Stärke von einem zehntausendstel Millimeter kann man von "Dicke" allerdings kaum sprechen. Noch heute wird neben maschineller Herstellung das Blattgold immer noch von sogenannten Goldschlägern vor allem in Myanmar hergestellt. Dabei wird ein Gramm Gold auf eine Fläche von etwa einen halben Quadratmeter ausgeschlagen. Wie dünn das dann ist, haben wir unmittelbar erleben können. Denn jeder bekam ein Stücken Blattgold auf den Finger. Zuerst aber wurde das Blattgold mit einem elektrostatischen Messer auf ein Kissen gebracht, in kleine Stücke geschnitten und dann verteilt.






So dünn das Blattgold aber auch ist, kann man es dennoch mit einem bestimmten Achatstein polieren, wie hier am Beispiel eines Bilderrahmens zu sehen ist.


Natürlich gibt es dafür auch Muster, wie uns hier gezeigt wurde. Besonders witzig ist, dass es früher auch sogenanntes "Rauschgold" zum verzieren von Nüssen, Äpfeln oder anderen Dingen gab. Bloß bestand das natürlich nicht aus purem Gold, sondern aus preiswertem Messing, was sich im Gegensatz zu Gold mit der Zeit allerdings verfärbt.


Und natürlich wurde in der Zwischenzeit auch fleißig in der Schule vergoldet, hier die Ergebnisse.


Und zu Ostern gab es dann Goldeier : )))




Zeit für Utopien

Unter diesem Titel kommt demnächst ein Film in die Kinos. Wir durften bei der Preview dabei sein und können ihn all jenen empfehlen, denen die Welt nicht egal ist.
Kinostart: 19. 4. 2018
Alle Infos unter: www.zeit-fuer-utopien.com

UTOPIA macht SCHULE



Über 90 Kinder des neu gegründeten Gymnasiums im Interim der Uhlandschule haben sich während der Projekttage mit dem Thema UTOPIA beschäftigt und dazu jede Menge spannende Ideen entwickelt und in Modellen umgesetzt. Unter Bearbeitung der Bereiche "wohnen", "arbeiten", "Verkehr/Transport", "Umwelt/Natur", "Ernährung", "Gesundheit", "Bildung/Forschung"und "Freizeit" ist hierbei ein ganzes Land zustande gekommen, das die Wünsche und Vorstellungen der Kinder für ihre Zukunft widerspiegelt.

Dass auch die zukünftige Schule am Palmengarten (derzeit genannt "Schule in der Karl-Heine-Strasse") von Bedeutung war, dürfte nicht nur die Kinder, sondern vor allem auch die Lehrer gefreut haben. Denn nicht zuletzt tragen all diese Auseinandersetzungen zur Identifikation mit der neuen Schule bei und fragen danach, wie jeder Einzelne sich gesellschaftlich sinnvoll einbringen kann – für eine gemeinsame Zukunft.

Ganz herzlichen Dank an die Direktorin Frau Mandy Frömmel für die Realisierung dieser Projekttage an ihrer Schule, Herrn Rainer Müller vom Lindenauer Stadtteilverein für seine profunden Sachkenntnisse rund um Lindenau samt spannenden Führungen und allen beteiligten LehrInnen und SchülerInnen des zukünftigen Gymnasiums am Palmengarten !

Auch sei an dieser Stelle für die Sachspenden der Leipzig School of Design und dem sedruck Copyshop in der Zschocherschen Straße gedankt !
















  

  

  

Und zur Weihnachtszeit haben wir Utopia noch ein bisschen geschmückt : )










Ein Regal voller UTOPIEN

Endlich ist es so weit. Die Utopien im Schuhkarton beleben die Georg-Maurer-Bibliothek in Leipzig. Denn erstmals stehen in der frisch sanierten Stadtteilbibliothek in einem hohen Regal unsere bunten Objekte. Für Bücher wegen der Höhe kaum nutzbar, macht das Regal für unsere Objekte nun richtig Sinn :D Zudem liegt ein Buch aus, welches Besucher über die Hintergründe des Projektes informiert und alle Texte zu den Objekten der einzelne Schülerinnen und Schüler enthält.
Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle an alle MitarbeiterInnen der Georg-Maurer-Bibliothek, die damit unser Projekt nun öffentlich zugänglich machen.
Die kleine Ausstellung ist noch bis zum 18. August 2017 zu den regulären Öffnungszeiten im 1. OG zu sehen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch !




Mittlerweile mussten die kleinen Utopien einer anderen Ausstellung weichen. Doch bei dem Wort "willkommen" in vielen Sprachen der Welt der 5. Klassen des Keppler-Gymnasiums können wir damit sehr gut leben :o)

UTOPIA - von der Trauminsel zur eigenen Welt

Eine erste Annäherung zum Thema "UTOPIA" fand in der Projektwoche vom 10. bis 12. April 2017 mit Schülerinnen und Schülern der Oberschule am Adler in Leipzig statt.
Nachdem wir uns auf eine Zeitreise von Thomas Morus, dem Schöpfer der Insel UTOPIA vor rund 500 begaben und irgendwo in weiter Zukunft landeten, griffen wir selbst zu Stift, Schere, Farbe, allerlei Recycling-Materialien sowie einem Schuhkarton. Denn darin versuchten wir nun, all unsere Phantasie reinzustecken, immer mit der Frage im Hinterkopf: Wie stellen wir uns eine Welt vor, die uns und alle anderen Bewohner dieser Erde glücklich machen könnte? 
Und was dabei herausgekommen ist, kann man hier schon mal sehen:



Doch gehörte zum Projekt auch ein Besuch im Leipziger Kunstkraftwerk, um zu schauen, welche utopischen Gedanken hinter manch einer Kunst stecken könnten. Neben der beeindruckenden Multimedia Show zu Friedensreich Hundertwasser haben wir auch viele andere spannende Werke entdecken können, so wie hier zum Beispiel die Pixel-Wolken "The Stranger within us" vom Wisp Kollektiv:

Kunst hautnah erleben - GYM

Eine Ausstellung in der Aula der Alten Handelsschule zeigte Arbeiten von 7 Künstlerinnen und Künstlern, die allesamt in der benachbarten ehemaligen Turnhalle in einem riesigen Gemeinschaftsatelier arbeiten. Wo früher zu Trillerpfeife Völkerball gespielt oder gymnastische Übungen zensiert wurden, entstehen heute großartige Kunstwerke, die man sich in der Ausstellung GYM vom 10. Februar bis 7. April 2017 anschauen konnte. Und dass diese Kunst auch unmittelbar berührt, zeigen Bilder von Besuchern vor einem seltsam geformten Tierchen oder einem dicken Schwein:

Eysel von Jana Mertens, Bronze, 2016
Schwein von Adam Noack, Acryl auf Leinwand, 2015





Und Nervenkitzel pur gibt es beim "Kartenhaus" von Jana Mertens: Kippt es oder kippt es nicht ?